{"id":2488,"date":"2022-02-27T09:52:04","date_gmt":"2022-02-27T09:52:04","guid":{"rendered":"http:\/\/meumon.synology.me\/museu\/?p=2488"},"modified":"2022-03-08T18:03:41","modified_gmt":"2022-03-08T18:03:41","slug":"die-aufzeichnungen-des-malte-laurids-brigge-rilke","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/meumon.synology.me\/museu\/die-aufzeichnungen-des-malte-laurids-brigge-rilke\/","title":{"rendered":"Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge.  Rilke. 1910"},"content":{"rendered":"<p>No tenim res i anem pel m\u00f3n amb una maleta i un calaix de llibres<\/p>\n<p>Und man hat niemand und nichts und f\u00e4hrt in der Welt herum mit einem Koffer und mit einer B\u00fccherkiste und eigentlich ohne Neugierde. Was f\u00fcr ein Leben ist das eigentlich: ohne Haus, ohne ererbte Dinge, ohne Hunde. H\u00e4tte man doch wenigstens seine Erinnerungen. Aber wer hat die? W\u00e4re die Kindheit da, sie ist wie vergraben. Vielleicht mu\u00df man alt sein, um an das alles heranreichen zu k\u00f6nnen. Ich denke es mir gut, alt zu sein.<\/p>\n<p>Heute war ein sch\u00f6ner, herbstlicher Morgen.<\/p>\n<p><em>I no es t\u00e9 res ni ning\u00fa, i es va pel m\u00f3n amb una maleta i un calaix de llibres, i en resum, sense curiositat. Quina mena de vida \u00e9s aquesta? Sense casa, sense objectes heretats, sense gossos. Si almenys tingu\u00e9s records! Per\u00f2, qui els t\u00e9? Si la infantesa fos aqu\u00ed: per\u00f2 est\u00e0 com enterrada. Potser cal ser vell per poder-ho tenir tot. Penso que deu estar b\u00e9, ser vell. Avui hem tingut un bonic dia de tardor.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>La poesia s\u00f3n experi\u00e8ncies, no sentiments<\/p>\n<p>Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie fr\u00fch schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und S\u00fc\u00dfigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes wom\u00f6glich, und dann, ganz zum Schlu\u00df, vielleicht k\u00f6nnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gef\u00fchle (die hat man fr\u00fch genug),\u2014es sind Erfahrungen. Um eines Verses willen mu\u00df man viele St\u00e4dte sehen, Menschen und Dinge, man mu\u00df die Tiere kennen, man mu\u00df f\u00fchlen, wie die V\u00f6gel fliegen, und die Geb\u00e4rde wissen, mit welcher die kleinen Blumen sich auftun am Morgen. Man mu\u00df zur\u00fcckdenken k\u00f6nnen an Wege in unbekannten Gegenden, an unerwartete Begegnungen und an Abschiede, die man lange kommen sah,\u2014an Kindheitstage, die noch unaufgekl\u00e4rt sind, an die Eltern, die man kr\u00e4nken mu\u00dfte, wenn sie einem eine Freude brachten und man begriff sie nicht (es war eine Freude f\u00fcr einen anderen\u2014), an Kinderkrankheiten, die so seltsam anheben mit so vielen tiefen und schweren Verwandlungen, an Tage in stillen, verhaltenen Stuben und an Morgen am Meer, an das Meer \u00fcberhaupt, an Meere, an Reisen\u00e4chte, die hoch dahinrauschten und mit allen Sternen flogen, \u2014und es ist noch nicht genug, wenn man an alles das denken darf. Man mu\u00df Erinnerungen haben an viele Liebesn\u00e4chte, von denen keine der andern glich, an Schreie von Krei\u00dfenden und an leichte, wei\u00dfe, schlafende W\u00f6chnerinnen, die sich schlie\u00dfen. Aber auch bei Sterbenden mu\u00df man gewesen sein, mu\u00df bei Toten gesessen haben in der Stube mit dem offenen Fenster und den sto\u00dfweisen Ger\u00e4uschen. Und es gen\u00fcgt auch noch nicht, da\u00df man Erinnerungen hat. Man mu\u00df sie vergessen k\u00f6nnen, wenn es viele sind, und man mu\u00df die gro\u00dfe Geduld haben, zu warten, da\u00df sie wiederkommen. Denn die Erinnerungen selbstes noch nicht. Erst wenn sie Blut werden in uns, Blick und Geb\u00e4rde, namenlos und nicht mehr zu unterscheiden von uns selbst, erst dann kann es geschehen, da\u00df in einer sehr seltenen Stunde das erste Wort eines Verses aufsteht in ihrer Mitte und aus ihnen ausgeht.<\/p>\n<p><em>Els versos no s\u00f3n, com la gent es pensa, sentiments (se&#8217;n tenen prou, de jove), s\u00f3n experi\u00e8ncies. Per fer un sol vers cal haver vist moltes ciutats, homes i coses, cal con\u00e8ixer els animals, s&#8217;ha d&#8217;haver sentit com volen els ocells i saber els moviments que fan les flors al mat\u00ed, quan es desclouen. Cal poder pensar enrera [&#8230;] en dies d&#8217;infantesa que romanen foscos [&#8230;] en el mar sobretot, en mars; en nits de viatge que corrien cel enll\u00e0 i volaven al costat de les estrelles, -i encara no n&#8217;hi ha prou de pensar en totes aquestes coses. Cal tenir records de moltes nits d&#8217;amor, cap igual que una altra, records de crits de dones a punt de parir, i records de dones tendres, blanques, adormides, dones que han parit i comencen de tancar-se. Per\u00f2 tamb\u00e9 cal haver fet companyia als moribunds i haver estat assegut al costat dels morts en la cambra amb la finestra oberta i els sorolls com martellades. I tampoc no n&#8217;hi ha prou que es tinguin records. S&#8217;ha de ser capa\u00e7 d&#8217;oblidar-los, quan n&#8217;hi ha massa, i s&#8217;ha de tenir prou paci\u00e8ncia per esperar que tornin. Perqu\u00e8 els records de deb\u00f2 no s\u00f3n aquestes coses. Nom\u00e9s quan esdevenen sang dintre nostre, mirada i gest, records sense nom, indistingibles de nosaltres mateixos, nom\u00e9s aleshores pot passar que en una hora molt rara neixi en el centre dels records, i en brolli la primera paraula en vers. Per\u00f2 tots els meus versos han nascut altrament; i per aix\u00f2 no s\u00f3n versos. &#8211; I com vaig equivocar-me en escriure aquella pe\u00e7a! Devia ser un imitador i un foll, que vaig necessitar un tercer per explicar el dest\u00ed de dos homes que es complicaven la vida l&#8217;un a l&#8217;altre! Que f\u00e0cilment vaig caure en el parany! Hauria hagut de saber que aquest tercer, que corre per totes les vides i literatures, aquest fantasma d&#8217;un tercer que mai no ha existit, no t\u00e9 cap significaci\u00f3, i cal negar-lo. \u00c9s un dels pretextos de la naturalesa, que sempre ha mirat de desviar l&#8217;atenci\u00f3 dels homes dels seus misteris m\u00e9s profunds.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Veure el m\u00f3n, el temps i un rellotge en una cambra buida.<\/p>\n<p>[Un jove de 28 anys &#8230; que t\u00e9 la sensaci\u00f3 de ser el primer a veure el m\u00f3n de deb\u00f3, com si fins ara haguessim estat adormits. Per qu\u00e8 veiem les coses com una abstracci\u00f3 buida, les masses de gent i no pas com cadascun d&#8217;ells. Passa el temps com un rellotge en una cambra buida.]<\/p>\n<p>Es ist l\u00e4cherlich. Ich sitze hier in meiner kleinen Stube, ich, Brigge, der achtundzwanzig Jahre alt geworden ist und von dem niemand wei\u00df. Ich sitze hier und bin nichts. Und dennoch, dieses Nichts f\u00e4ngt an zu denken und denkt, f\u00fcnf Treppen hoch, an einem grauen Pariser Nachmittag diesen Gedanken:<\/p>\n<p>Ist es m\u00f6glich, denkt es, da\u00df man noch nichts Wirkliches und Wichtiges gesehen, erkannt und gesagt hat? Ist es m\u00f6glich, da\u00df man Jahrtausende Zeit gehabt hat, zu schauen, nachzudenken und aufzuzeichnen, und da\u00df man die Jahrtausende hat vergehen lassen wie eine Schulpause, in der man sein Butterbrot i\u00dft und einen Apfel?<\/p>\n<p>Ja, es ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ist es m\u00f6glich, da\u00df man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfl\u00e4che des Lebens geblieben ist? Ist es m\u00f6glich, da\u00df man sogar diese Oberfl\u00e4che, die doch immerhin etwas gewesen w\u00e4re, mit einem unglaublich langweiligen Stoff \u00fcberzogen hat, so da\u00df sie aussieht, wie die Salonm\u00f6bel in den Sommerferien?<\/p>\n<p>Ja, es ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ist es m\u00f6glich, da\u00df die ganze Weltgeschichte mi\u00dfverstanden worden ist? Ist es m\u00f6glich, da\u00df die Vergangenheit falsch ist, weil man immer von ihren Massen gesprochen hat, gerade, als ob man von einem Zusammenlauf vieler Menschen erz\u00e4hlte, statt von dem Einen zu sagen, um den sie herumstanden, weil er fremd war und starb?<\/p>\n<p>(&#8230;)<br \/>\nIst es m\u00f6glich, da\u00df alle diese Menschen eine Vergangenheit, die nie gewesen ist, ganz genau kennen? Ist es m\u00f6glich, da\u00df alle Wirklichkeiten nichts sind f\u00fcr sie; da\u00df ihr Leben abl\u00e4uft, mit nichts verkn\u00fcpft, wie eine Uhr in einem leeren Zimmer\u2014?<\/p>\n<p>Ach so: Ist es m\u00f6glich, zu glauben, man k\u00f6nne einen Gott haben, ohne ihn zu gebrauchen? [ creure en un D\u00e9u i no fer-lo servir]<\/p>\n<p>Ja, es ist m\u00f6glich<\/p>\n<p><em>\u00bf\u00c9s possible que, malgrat descobriments i aven\u00e7os, malgrat la cultura, la religi\u00f3 i el coneixement de les coses, ens h\u00e0gim quedat en la superf\u00edcie de la vida? \u00bf\u00c9s possible que, fins i tot aquesta superf\u00edcie, b\u00e9 que ha estat, fet i fet, alguna cosa, hagi quedat coberta per una tela ins\u00f2litament ensopida, de manera que ha pres l&#8217;aire d&#8217;una sala moblada durant les vacances d&#8217;estiu? S\u00ed, \u00e9s possible.<\/em><\/p>\n<p><em>Es rid\u00edculo. Estoy sentado en mi peque\u00f1a habitaci\u00f3n, yo, Brigge, de veintiocho a\u00f1os y no conocido de nadie. Estoy aqu\u00ed sentado, y no soy nada. Y sin embargo, esta nada se pone a pensar y en su quinto piso, en esta gris tarde parisiense, piensa \u00e9sto: \u00bfEs posible, piensa, que no se haya a\u00fan visto, reconocido ni dicho nada verdadero e importante? \u00bfEs posible que haya habido milenios para observar, reflexionar y escribir, y que se hayan dejado transcurrir esos milenios como un recreo escolar, durante el cual se come una rebanada de pan y una manzana? S\u00ed, es posible. \u00bfEs posible que a pesar de las invenciones y progresos, a pesar de la cultura, la religi\u00f3n y el conocimiento del universo, se haya permanecido en la superficie de la vida? \u00bfEs posible que se haya, incluso, recubierto dicha superficie \u2014que despu\u00e9s de todo, a\u00fan habr\u00eda sido algo\u2014; que se la haya recubierto de un tejido incre\u00edblemente aburrido, que le hace parecerse a muebles de sal\u00f3n en vacaciones de verano? S\u00ed, es posible. \u00bfEs posible que toda la historia del universo haya Rldo mal comprendida? \u00bfEs posible que la Imagen del 3 1 pasado sea falsa, porque siempre se ha hablado de sus muchedumbres, como si no fuesen m\u00e1s que reuniones de muchos hombres, en lugar de hablar de aqu\u00e9l alrededor del cual se congregaban, porque era extra\u00f1o y moribundo? S\u00ed, es posible.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>La vida no t\u00e9 classes per a principiants<\/p>\n<p>Es gibt keine Klassen im Leben f\u00fcr Anf\u00e4nger es ist immer gleich das Schwierigste was von einem verlangt wird.<\/p>\n<p><em>Estava conven\u00e7uda que tot era massa dif\u00edcil per ella. A la vida no hi ha classes per a principiants; i sempre et demanen de seguida el m\u00e9s dif\u00edcil.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>El dia de l&#8217;aniversari, un dret a l&#8217;alegria<\/p>\n<p>Am reichsten an beinah unfa\u00dfbaren Erfahrungen waren aber doch die Geburtstage. Man wu\u00dfte ja schon, da\u00df das Leben sich darin gefiel, keine Unterschiede zu machen; aber zu diesem Tage stand man mit einem Recht auf Freude auf, an dem nicht zu zweifeln war. Wahrscheinlich war das Gef\u00fchl dieses Rechts ganz fr\u00fch in einem ausgebildet worden, zu der Zeit, da man nach allem greift und rein alles bekommt und da man die Dinge, die man gerade festh\u00e4lt, mit unbeirrbarer Einbildungskraft zu der grundfarbigen Intensit\u00e4t des gerade herrschenden Verlangens steigert.<\/p>\n<p><em>Per\u00f2 els dies d&#8217;aniversari eren, de tota manera, els m\u00e9s rics en experi\u00e8ncies gaireb\u00e9 inabastables. Esclar, hom ja sabia que la vida no acostumava a fer difer\u00e8ncies; per\u00f2 aquest dia hom es llevava amb la consci\u00e8ncia d&#8217;un dret a l&#8217;alegria del que no se&#8217;n podia dubtar. \u00c9s probable que els entiment d&#8217;aquest dret s&#8217;agu\u00e9s format molt aviat, a l&#8217;\u00e8poca en que s&#8217;abasta tot, i tot es recull, i s&#8217;eleven els objectes que, potser, hom t\u00e9 a les mans, amb una for\u00e7a d&#8217;imaginaci\u00f3 indesviable fins a la intensitat i color fonamental del que s&#8217;anhela.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>No tenim res i anem pel m\u00f3n amb una maleta i un calaix de llibres Und man hat niemand und nichts und f\u00e4hrt in der Welt herum mit einem Koffer und mit einer B\u00fccherkiste und eigentlich ohne Neugierde. Was f\u00fcr ein Leben ist das eigentlich: ohne Haus, ohne ererbte Dinge, ohne Hunde. 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